Luther udlægning af 1 Pet. 1522 (2)


Fra Erl 51,353-378.

Indhold: Kap 1,13.

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Omtales Koestlin5,6#46.
 
1   Darumb so begurtet die Lenden euers Gemuthis, seid nuchtern, und setzt mit ganzem Erwegen euer Hoffnung auf die Gnade, die euch angeboten wird durch die Offinbarung Jesu Christi; als Kinder des Gehorsams, nicht gleichberdig den vorigen Lüsten euer Unwissenheit, sondern nach dem, der euch berufen hat und heilig ist, seid auch ihr heilig in allem euerm Wanden nach dem es geschrieben stehet: Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig.  (1 Pet 1,13-16) 
        Das ist ein Vermahnung zum Glauben, und ist das die Meinung: Dieweil euch Solchs verkundigt und gegeben ist durch das Evangelion, das sich auch die Engel freuen und Lust haben zu schauen; so hanget nu dran, und setzet euer Zuversicht drauf mit ganzem Erwegen, also, dass es ein rechtschaffener Glaube, und nicht ein gefärbter oder gedichter Wahn und Traum sei.          Dette er en formaning til tro, og meningen er denne: Eftersom I har fået dette forkyndt og givet gennem evangeliet, som selv englene glæder sig over og har lyst til at se, så hold nu fast ved det og sæt jeres tillid til det med hele jeres styrke, så det bliver en retskaffen tro, og ikke en farvet eller opdigtet tradition eller drøm. 
3         Begurtet die Lenden euers Gemüths.
         Da redet Petrus von eim geistlichen Gurten des (E354) Gemüths, wie ein Mann leiblich sein Schwert an die Lenden gürtet. Das Gürten hat Christus auch gerührt Lucä 12., da er spricht: Lasst euere Lenden begürtet sein. An etlichen Orten der Schrift heissen Lenden die Unkeuscheit, leiblich; aber hie redt S. Petrus von geistlichen Lenden. Nach dem Leib heisst die Schrift die Lenden, da die natürlich Geburt vom Vater her kompt. Also lesen wir Genesis am 49., dass aus den Lenden Juda Christus kommen sollt. Also ist das leiblich Begurten der Lenden nichts Anders, denn die Keuscheit, wie Esaias am 11. sagt: Die Gerechtikeit wird ein Gurtel seiner Lenden sein, und der Glaub ein Gurt seiner Nieren; das ist, allein durch den Glauben dämpfet und zwinget man die böse Lust. 
       Omspænd jeres sinds lænder. 
       Her taler Peter om en åndelig sindets omspændelse, ligesom en mand legemligt omspænder sit sværd om sine lænder. Denne omspænden har Kristus også berørt i Lukas 12,34, hvor han siger: I skal have kjortelen bundet op om lænderne. Nogle steder i skriften betegner lænderne den legemlige ukyskhed; men her taler Skt. Peter om de åndelige lænder. I legemlig henseende er i skriften lænderne udtryk for det sted, hvorfra den naturlige fødsel kommer fra faderen. Sådan læser vi i 1 Mos 49, at Kristus skal komme af Judas lænder. (n3) Sådan er den legemlige omspænden af lænderne ikke andet end kyskheden, som Esajas siger i Es 11,5: Retfærdigheden vil være et bælte om hans lænder og troen et bælte om hans nyrer, det vil sige, alene ved troen dæmper og tvinger man den onde lyst. (n3a
4  Aber das geistlich Gurten (davon hie der Apostel sagt,) gehet also zu: Wie ein Junkfrau leiblich rein und unverruckt ist, also ist die Seel geistlich durch den Glauben unverrucht, durch wilchen sie Christus Braut wirt. Wenn sie aber von dem Glauben fällt auf falsche Lehere, so muss sie zu Schanden werden; daher die Schrift allenthalben die Abgotterei und Unglauben ein Ehebruch und Hurerei nennet, das ist, wenn die Seele an Menschenlehren hanget, und also den Glauben und Christum hinfallen lässit.  Men den åndelige omspænden, som apostelen her taler om, med den har det sig således: Ligesom en jomfru er ren og ubeskadiget, sådan er sjælen ubeskadiget i åndelig henseende ved troen, hvorved den bliver Kristi brud. Men nårt den falder fra troen over til en falsk lære, så må den blive til skamme. Derfor kalder skriften overalt afguderiet og vantroen for ægteskabsbrud og horeri, det vil sige, når sjælen knytter sig til menneskelære og således lader troen og Kristus være. 
5  Das verbeut nu hie S. Peter, da er uns heisset die Lenden gürten; als wollt er sagen: Ihr habt nu das Evangelion gehöret, und seid in Glauben getreten; drumb sehet drauf, dass ihr darin bleibt, und euch nit verrucken lasset durch falsche Lehre, dass ihr nit wanket und hin und her lauft mit Werken. 
6           Und hie fuhret er ein sonderlich Weis zu reden, nicht also, wie S. Paulus redet, da er spricht: die Lenden euers Gemüths. Gemüth heisst er, das wir sprechen, gesinnet sein, als wenn ich sag: Da dunkt mich recht; und wie Paulus redet: Also halten wirs, also sind wir gesinnet. Damit trifft er eigentlich den Glauben, und will also sagen: Ihr habt ein rechtschaffenen Sinn geschöpft, dass man allein müsse durch den Glauben rechtfertig werden: in dem Sinn bleibt nu, gürtet ihn wohl, halt fest dran, und lasst euch nicht davon reissen, so stehet ihr wohl. Denn er werden (E355) viel falsche Lehrer auftreten, und Menschenlehre aufrichten, dass sie euern Sinn verrucken, und das Gurtel des Glaubens auflösen; darumb seid gewarnet, und fasset es wohl zu Sinnen.   
7   Die Heuchler, die auf ihren Werken stehen, und daher gehen in einem ehrbarn, feinen Leben, sind also gesinnet, dass sie Gott muss in Himmel setzen umb ihrer Werk willen, werden aufgeblasen, und fahren hoch daher, stehen hart auf ihrem Sinn und Dunkel, wie der Pharisäer Lucä 18., von den auch Maria sagt im Magnificat, da sie eben das Wortle braucht, das hie in Petro stehet: Er hat zustrauet die da hoffärtig sind im Gemüth ihres Herzen, das ist, in ihrem Sinn. 
8          Seid nuchtern.
         Das Nüchternsein dienet äusserlich zum Leib, und ist das furnehmist Werk des Glaubens. Denn wenn der Mensch gleich rechtfertig ist worden, so ist er doch noch nicht gar ledig von bösen Lüsten. Der Glaub hat wohl angefangen das Fleisch zu dämpfen; es reget sich aber noch immerdar, und wüthet gleichwohl in allerlei Lüsten, die wollten gerne wieder erfur, und nach seinem Willen fahren. Darumb hat der Geist täglich zu schaffen, dass ers zähme und dämpfe, und muss sich ohn Unterlass damit schlagen, und Acht haben auf das Fleisch, dass es den Glauben nicht abstosse. 
9  Drumb betrügen sich die selbs, die da sprechen, sie haben den Glauben, und meinen, damit sei es genug, leben dabei nach ihrem Muthwillen. Wo der Glaub rechtschaffen ist, da muss er den Leib angreifen und im Zaum halten, dass er nicht thue, was ihn gelüstet; drumb sagt S. Peter, dass wir nüchtern sein sollen. 
10        Doch will er nicht, dass man den Leib verderbe, oder zu seher schwäche; als man Viel findet, die sich toll gefastet und todt gemartert haben. S. Bernhardus ist auch ein Zeitlang in solcher Thorheit gewesen, wiewohl er sonst ein heiliger Mann war, dass er dem Leib so viel abbrach, dass ihm der Odem stinken ward, (E356) und konnt nicht bei Leuten sein; doch kam er hernach wieder heraus, und verbot es seinen Brüdern auch, dass sie dem Leib nicht zu wehe thäten. Denn er sahe wohl, dass er sich selbs untüchtig gemachet hatte, seinen Brüdern zu dienen. 
11 Drumb fodert S. Peter nicht mehr, denn dass wir nüchtern sein sollen, das ist, so fern dem Leib abbrechen, ais wir fuhlen, dass er noch zu geil ist. Da bestimpt er kein gewisse Zeit, wie lang man fasten woll, wie der Papst than hat: sonder stellet es einem Iglichen heim, dass er also faste, dass er immer nüchtern bleibe, und den Leib nicht belade mit Fullerei, auf dass er bei Vernunft und Sinnen bleibe, und sehe, wie viel ihm noth ist, den Leib zu kasteien. Denn es taug gar nicht, dass man davon ein Gebot auf ein ganzen Haufen und Gemein stelle, sintemal wir unter nander so ungleich sind, Einer stark, ein Ander schwach von Leib, dass ihm Einer viel, ein Ander wenig muss abbrechen, also, dass der Leib daneben gesund bleibe, und geschickt, Gutis zu thun. 
12         Dass aber der ander Hauf herein fällt, 
13 Gut ists (E357) 
14         Und setzt mit ganzem
15 Als, wenn ich sterben soll
16         Zum Andern, sagt
17 Das, das wir oben (E358) 
18          Durch die Offenbarung Jesu Christi.
19 Denn dazu ist der Herr Jesu Christus kommen, 
20         Durchs Evangelion (E359) 
21 Darumb ists eitel
22         Der Herr Christus soll nicht fur sich selbs
23 Denn das Senden 
24         Als Kinder des Gehorsams.
       Das ist,  
25 Denn dieweil (E360)
26        Nicht gleichberdig
27       Hie siehest du
28 Das ist schon (E361) 
29       Sondern nach dem, der euch
30        Da fuhret
31       Aber da haben unsere
32 Das Wortlein heilig heisst, (E362) 
33       Also hat er bisher
34 Denen begegnet
35 Das grösst Wort
36  Und sintemal (E363) 
37       Also sagt S. Petrus
38       Darumb darfst du
39 Darumb will der Apostel (E364) 
40       Aber hie begibt sich nu ein Frage: 
41 Dass nu hie der Apostel
42 Darumb, ob uns Gott (E365) 
43       Drumb verstehe
44       Darumb sagt nu S. Petrus
45       Ein Christ, wenn er rechtschaffen gläubt, 
46 Also müssen wir auch (E366) 
47      Und wisset, dass ihr nicht
48      Das soll euch reizen, 
49      Wilchs ist nun der Schatz, (E367) 
50        Und hie ist wohl zu merken,
51 Denn also sagt er: 
52        Die äusserlichen groben Stück sind noch
53 Darumb ist menschliche Frummigkeit
54        Als eines unschuldigen und unbefleckten Lambs.
         Da legt S. Petrus (E368) 
55 Also will er uns hie auch
56       Der zwar 
          Das ist: Wir habens
57        Das ist nu (E369) 
58 Denn dafur ist immer ein Offinbarung
59        Zum Andern
60      Umb euernwillen
        Umb unserwillen
61 Also haben (E370) wir Glauben zu Gott, und auch ein Hoffnung durch denselben Glauben: der Glaub muss uns allein selig machen, es muss aber ein Glaub zu Gott sein; denn wenn Gott nicht hilft, so ist dir nichts geholfen. Darumb ist nicht gnug, ob du schon aller Menschen Freundschaft hättist; sondern du musst Gottis Freundschaft haben, dass du dich mügest rühmen, dass er dein Vater, und du sein Kind seiest, und ihm auch mehr vertrauest, denn dem leiblichen Vater und Mutter, dass er dir helfen wolle in allen Nöthen, und Solchs allein durch den einigen Mittler und Heiland, den Herrn Christum. Solcher Glaub kompt nicht aus menschelicher Kraft, (sagt er,) sondern Gott schaffet ihn in uns, darumb, dass es Christus mit seinem Blut verdienete hat; wilchem er darumb die Herrlikeit geben, und zu seiner rechten Hand gesetzt hat, dass er durch die Gottis-Kraft den Glauben in uns schaffete. 
62         Also haben wir bisher gehöret, wie uns S. Peter vermahnet, dass wir sollen die Lenden des Gemüths gürten, auf dass wir rein bleiben, und leben im Glauben; darnach, dieweil es so viel hat gestanden, dass wir mit Furcht wandlen, und uns nicht darauf verlassen, dass wir Christen heissen, sintemal Gott ein solcher Richter ist, dass er nach Niemand fragt, richtet Einen wie den Andern, ohn Unterscheid der Personen. Nu sagt er weiter, und beschleisst das erst Kapitel: 
63 Und machet keusch eure Seelen durch den Gehorsam der Wahrheit im Geist, zu ungefärbter Bruderliebe, und habt euch unter nander brunstig lieb aus reinem Herzen, als die da wiederumb geborn sind, nicht aus vergänglichem, sondern aus unvergänglichem Samen, nämlich aus dem lebendigen Wort Gottis, das do ewiklich bleibt. Nach dem alles Fleisch ist wie ein Gras, und alle Herrlikeit des Menschen wie ein Blume des Grasis. Das Gras ist verdürret, und die Blume abgefallen; aber des Herrn Wort (E371) bleibt in Ewikeit. Das ist aber das Wort, wilchs unter euch verkundigt ist. (1 Pet 1,22-25)
64        Die Früchte, so da folgen nach dem Glauben, erzählt Paulus Gala. am 5.: Des Geists Frucht (spricht er,) sind Liebe, Freude, Fried, Langmuth, Freundlikeit, Gütikeit, Glauben, Sanftmuth, Keuscheit. Also sagt hie S. Peter auch Frucht des Glaubens, nämlich, dass wir sollen unser Seelen keusch machen durch den Gehorsam der Wahrheit im Geist. Denn wo der Glaub rechtschaffen ist, da wirft er den Leib unter sich, und zwinget des Fleischis Lust; und ob er ihn wohl nicht tödtet, so macht er ihn doch unterthänig und gehorsam dem Geist, und hält ihn im Zaum. Das meinet eben S. Paulus auch, wenn er sagt von Früchten des Geists.        De frugter, der følger på troen, fortæller Paulus om i Gal 5: Åndens frugt, siger han, er kærlighed, glæde, fryd, fred, langmodighed, venlighed, godhed, tro, sagtmodighed, kyskhed. Sådan taler også Skt. Peter her om troens frugt, nemlig, at vi skal gøre vore sjæle kyske ved lydighed mod sandheden i ånden. For hvor troen er retskaffen, dér kaster den legemet ind under sig og tvinger kødets lyst, og selv om den ikke dræber den, så gør den den dog underdanig og lydig mod ånden og holder den i tømme. Det mener just Skt. Paulus også, når han taler om åndens frugter. 
65 Es ist ein gross Werk, dass der Geist Herr sei uber das Fleisch, und zähme die böse Lust, die uns anegborn ist von Vater und Mutter; denn es ist nicht müglich zu thun ohn Gnad, dass wir sollten ehlich wohl leben, schweig denn unehelich.  Det er en stor gerning, at ånden bliver herre over kødet og tæmmer den onde lyst, der os medfødt fra far og mor; for det kan man ikke gøre uden nåden, selv om vi så lever i ægteskab, endsige da, når vi lever som ugifte. 
66         Warumb sagt er aber also: Macht euere Seelen keusch? Er weiss wohl, dass des Fleischs Begierd nach der Tauf in uns bleibt, bis ins Grab: darumb ists nicht gnug, dass einer sich vom Werk enthalte, und bleib Junkfrau äusserlich, und lass die böse Lust im Herzen sticken; sondern man muss darnach trachten, dass die Seel keusch sei, also, dass es aus dem Herzen heraus gehe, und die Seel der bösen Lust und Begierde feind sei, und sich immer damit schlahe, so lang bis sie ihr los wird.            Men hvorfor siger han således: Gør jere sjæle kyske? Han ved nok, at kødets begær efter dåben forbliver i os indtil vi dør. Derfor er det ikke nok, at man afholder sig fra gerningen og i det ydre forbliver ugift, hvis man lader den onde lyst blive siddende i hjertet. Nej, man må stræbe efter, at sjælen bliver kysk, det vil sige, at det forsvinder ud af hjertet og sjælen bliver fjendtlig overfor den onde lyst og begæret og altid kæmper dermed, indtil den bliver fri for dem. 
67        Und hie setzet er ein fein Zusatz dazu, dass man die Seel keusch machen soll durch den Gehorsam der Wahrheit im Geist. Man hat viel gepredigt von der Keuscheit, und viel Bücher drüber gemacht; da haben sie gesagt, man soll so lange fasten, man soll nicht Fleisch essen, nicht Wein trinken etc., dass man der Anfechtung los werde. Es hat wohl mit etwas darzu geholfen, ist aber nicht gnug gewesen; die Lust hat es nicht gedämpft.          Og her kommer han med en fin tilføjelse, at man skal gøre sjælen kyst ved lydighed mod sandheden i ånden. Man har prædiket meget om kyskheden og skrevet mange bøger derom; der har de sagt, at man skal faste så længe, man skal lade være med at spise kød, undlade at drikke vin, osv., så slipper man fri af anfægtelsen. Det har nok hjulpet med til det, men det var ikke nok: lysten har det ikke dæmpet. 
68 Also schreibt S. Hieronymus von ihm selbs, dass er sein Leib also zugericht hat, dass er worden war wie ein Moher; dennoch hab es nicht geholfen, (E372) und hab ihm noch geträumet, wie er zu Rom am Singentanz unter den Metzen wäre. Also hat ihm auch S. Bernhardus so wehe gethan, und sein leib verderbet, dass er stank, wie ich oben gesagt hab. Sie haben hart Anfechtung gehabt, und gemeineet, sie wollens so mit äusserlichen Dingen dämpfen: aber weil es äusserlich ist, ist das Pflaster nur aussen, nicht innen aufgelegt; drumb ists nicht gnug darzu, dass es die Lust dämpfe.  Sådan skriver Skt. Hieronymus om sig selv, at han har pint sit legeme i den grad, at han var kommet til at se ud som en mohr; alligevel hjalp det ikke, og han drømte alligevel, hvordan han i Rom ved sangdansen befandt sig mellem pigerne. På samme måde har også Skt. Bernhard pint sig selv så meget, at hans legeme blev fordærvet og han stank, som jeg nævnte tidligere. De havde stærke anfægtelser og mente, de kunne dæmpe dem med ydre ting. Men fordi det er ydre ting, er plastret kun et ydre plaster, det er ikke lagt på indvendig, derfor er det ikke nok til at dæmpe lysten. 
69          Aber hie hat S. Peter ein recht Aerzenei dafur geben, nämlich den Gehorsam der Wahrheit im Geist; wie auch die Schrift an andern Orten thut, als Esaiä 11.; Der Glaub wird sein ein Gurt seiner Nieren; das ist das recht Pflaster, das die Nieren gürtet. Von inwendig muss es heraus, nicht von auswendig hinein; denn es ist drinnen im Blut und Fleisch, Mark und Odern gewachsen, nicht aussen im Tuch, noch im Kleid: drumb ist ihm nit damit gerathen, dass man die Lust mit äusserlichem Ding will dämpfen.          Men her har Skt. Peter givet et godt lægemiddel imod det, nemlig lydighed mod sandheden i ånden, sådan som også skriften gør andre steder, f. eks. Es 11,5: Troen skal være et bælte om hans nyrer, det vil sige et rigtigt plaster, som omspænder nyrerne. Det må ud indefra, det må ikke udefra komme ind. For det er vokset frem indefra i blod og kød, i marv og årer, ikke udvendig i tøj eller klædedragt. Derfor er det et rigtig dårligt råd, at man vil dæmpe lysten med ydre ting. 
70 Man kann den Leib wohl schwach machen und tödten mit Fasten und Aerbeiten; aber die böse Lust treibt man damit nicht heraus: der Glaub aber kann sie dämpfen, und ihr wehren, dass sie dem Geist muss Raum lassen. Also sagt auch der Prophet Zacharias am 9. von eim Wein, den Christus hat, davon Junkfrauen wachsen, wilchen er ihn zu trinken gibt.  Man kan nok gøre legemet svagt og slå det ned med faste og arbejde; men den onde lyst uddriver man ikke dermed. Men troen kan dæmpe den og forsvare os imod den, så den må lade ånden få råderum. Sådan taler også profeten Zakarias i det 9. kapitel om en vin, som Kristus har, hvorved der vokser jomfruer frem, når han giver dem den at drikke. 
71 Der ander Wein pflegt zur bösen Lust zu reizen; dieser Wein aber, das ist, das Evangelion, dämpfet sie, und macht keusche Herzen. (n71) Das ist, das S. Peter sagt, wenn man die Wahrheit fasset mit dem Herzen, und ist ihr gehorsam im Geist, das ist die rechte Hilf, und die kräftigst Aerzenei dafur; sonst wirst du keine finden, die also alle böse Gedanken stillen kunnte.  Den anden vin plejer at opægge til den onde lyst; men denne vin, det vil sige, evangeliet, dæmper den og fremkalder kyske hjerter. Det er det, Skt. Peter taler om, når man fatter sandheden med hjertet, og er lydig mod den i ånden, det er den rette hjælp og det stærkeste lægemiddel derimod; ellers kan du ikke finde nogen, der på den måde kan stille alle onde tanker. 
72 Denn wenn das ins Herz kommet, gehet bald die böse Neigung hinweg. Versuch es, wer da will, der wird es also finden, und wilche es versucht haben, die wissens wohl. Der Teufel lässt aber Keinen leichtlich dazu kommen, und das Wort Gottis fassen, dass es ihm schmecke; denn er weiss wohl, wie kräftig es ist, die böse Lust und Gedanken zu dämpfen.  For når evangeliet kommer ind i hjertet, så går snart den onde tilbøjelighed bort. Prøv det, hvem der vil, så skal han finde, at det forholder sig sådan. Og de, der har prøvet det, de véd det nok. Men djævelen lader ingen komme let dertil og fatte Guds ord, så det smager ham godt; for han véd nok, hvor stærkt det er til at dæmpe den onde lyst og de onde tanker. 
73         Also will nun S. Peter sagen: Wollt ihr keusch bleiben, so müsset ihr fassen den Gehorsam der Wahrheit (E373) im Geist, das ist, man muss das Wort Gottis nicht allein lesen und hören, sondern ins Herz fassen. Drumb ist es nicht gnug, dass man einmal das Evangelium predige oder höre; sondern man muss immer nachdrucken und fortfahren. Denn solche Gnade hat das Wort, je mehr mans handelt, je süsser es word; wiewohl es immerdar einerlei Lehre ist vom Glauben, so kann mans doch nicht zu viel hören, wo nicht freche und rohe Herzen sind. Nu setzet der Apostel weiter dazu:           Således vil nu Skt. Peter sige: Hvis I vil forblive kyske, så må I gribe lydigheden mod sandheden i ånden, det vil sige, man må ikke alene læse og høre Guds ord, men fatte det med Hjertet. Derfor er det ikek nok, at man én gang prædiker eller hører evangeliet; nej, man må stadig presse på og gå videre. For den nåde er knyttet til ordet, at jo mere man har med det at gøre, des sødere bliver det; selv om det hele tiden er den samme lære om troen, så kan man dog ikke høre det for meget, hvis der ikke er frække og rå hjerter. Nu tilføjer apostelen hertil: 
74       Zu ungefärbter Bruderliebe. 
        Wozu sollen wir nun ein keusch Leben führen? Dass wir dadurch selig werden? Nein, sondern dazu, dass wir unsern Nähisten dienen. Was soll ich thun, dass ich meiner Sund wehre? Ich soll den Gehorsam der Wahrheit fassen im Geist, das ist, den Glauben an Gottis Wort. Warumb wehre ich ihr? Darumb, dass ich ander Leuten nutz sei; denn ich muss vorhin den Leib und das Fleisch zähmen durch den Geist, so kann ich hernach andern Leuten auch nutz sein. Folget weiter: 
        Til oprigtig broderkærlighed. 
        Hvorfor skal vi føre et kysk levned? For at vi kan blive salige derved? Nej, men for at vi kan tjene vor næste dermed. Hvad skal jeg gøre, for at jeg kan gøre noget ved min synd? Jeg skal fatte lydigheden mod sandheden i ånden, det vil sige, troen på Guds ord. Hvorfor gør jeg noget ved min synd? Det gør jeg, for at jeg kan være til nytte for andre mennesker; for jeg må først ved ånden tæmme legemet og kødet, så kan jeg bagefter være andre mennesker til nytte. Så følger videre: 
75         Und habt euch unter einander brunstig lieb aus reinem Herzen. 
        Die Apostel Petrus und Paulus scheiden von einander Bruderlieb und gemeine Lieb. Bruderschaft ist, dass die Christen sollen allesampt wie Brüder sein, und kein Unterscheid unter ihn machen. Denn sintemal wir alle gemein Ein Christum haben, Ein Tauf, Ein Glauben, Ein Schatz, so bin ich nichts besser, denn du; das du hast, hab ich auch, und bin eben so reich, als du. 
     Og hav hinanden kær indbyrdes af et rent hjerte.
        Apostlene Peter og Paulus skelner mellem broderkærlighed og almindelig kærlighed. Broderskab vil sige, at de kristne alle skal være som brødre og ikke gøre nogen forskel på hinanden. For eftersom en alle i fællesskab har én Kristus, én dåb, én tro, én skat, så er jeg ikke i nogen henseende bedre end du; det du har, det har jeg også, og jeg er nøjagtig lige så rig som du. 
76 Der Schatz ist gleich, ohn dass ich ihn mag bass gefasset haben denn du, also, dass ich ihn hab liegen in Gold, aber du in eim schlechten Tüchlin. Darumb, wie wir die Gnad Christi und alle geistliche Güter gemein haben, so sollen wir auch Leib und Leben, Gut und Ehre gemein haben, dass Einer dem Andern mit allen Dingen diene.  Skatten er den samme, også selv om jeg måske har fattet den bedre end du, altså, hvis jeg har den liggende i guld, men du i et simpelt tørklæde. Derfor, ligesom vi har Kristi nåde og alle åndelige goder til fælles, sådan skal vi også have liv og levned, gods og ære til fælles, så at den ene tjener den anden med alle ting. 
77         Nu spricht er deutlich: in ungefärbter Bruderlieb. Die Apostel brauchen des Wortlin gern, haben wohl (E374) gesehen, dass wir wurden Christen und Brüder unter einander heissen, es wurd aber falsch, gefärbt oder gedicht Ding, und nur Gleissnerei seien. Wir haben viel Bruderschaft in der Welt aufgericht; es sind aber eitel Lügentheiding und Verführung, die der Teufel erdacht hat und in die Welt bracht, die da nur fechten wider den rechten Glauben und rechtschaffene bruderliche Liebe.          Nu siger han tydeligt: i oprigtig broderkærlighed. Apostlene bruger gerne dette ord, de har nok set, at vi blev kristne og kalder brødre indbyrdes, men at det blev en falsk, farvet og opdigtet ting og kun var hykleri. Vi har oprettet mange broderskaber i verden; men det er lutter løgnedigt og forførelse, som djævelen har udtænkt og sat ind i verden, som bekæmper den rette tro og den retskafne broderlige kærlighed. 
78 Christus ist mein sowohl, als S. Bernhards; dein sowohl, als S. Francisci. Wenn nu einer kompt, und sagt, ich soll gen Himmel fahren, wenn ich in der oder dieser Bruderschaft bin; so sage: Es ist erlogen; denn Christus kanns nicht leiden, will kein andere, denn die gemeine Bruderschaft haben, die wir alle unter nander haben: so kumpst du her, du Narr, und willt ein eigene aufrichten. Das liess ich wohl zu, dass man sie machet, nicht der Seele zu helfen, sondern dass Etlich eins wurden, einzulegen und ein Schatz zu machen, davon denen, die es durfen, geholfen wurde.  Kristus tilhører mig ligesåvel som Skt. Bernhard; dig, ligesåvel som Skt. Franciskus. Når der nu kommer én og siger, at jeg kommer i himlen, hvis jeg går ind i dette eller hint broderskab, så vil jeg sige: det er løgn. For Kristus finder sig ikke i det, han vil ikke have andet broderskab end det almindelige broderskab, som vi alle har indbyrdes. Og så kommer du her, din nar, og vil oprette dit eget broderskab. Jeg kan nok gå med til, at man lave det, ikke for at hjælpe sjælene, men sådan at nogle bliver enige om at lægge noget til sige, så der fremkommer en sum penge, som de trængende kan hjælpes fra. 
79 c
80 c
81 c
82 c
83 c
84 c
85 c
86 c
87 c
88 c
89 c
90 c

Noter:

n3:  Det står muligvis et sted, at Kristus skal komme af Judas lænder, men ikke i 1 Mos 49.

n3a:  Den onde lyst = vellysten, orgasmen.

n71:  Angående Zak 9,17: DO har: Hvor er det godt og skønt: Kornet får de unge mænd og vinen de unge piger til at trives. Vulgata: quid enim bonum eius est et quid pulchrum eius nisi  frumentum electorum et vinum germinans virgines. Jeg er ikke i tvivl om, at det er DO, der er tættest på den hebraiske tekst. Luther har øjensynlig oversat: "Vin, der fremkalder jomfruer", og dermed ment: "vin, der bevirker, at man kan leve som jomfruer", det vil sige: "vin, der neddrosler kønsdriften".